
Alles, was Sie über Glutenunverträglichkeit und Zöliakie wissen müssen
Glutenunverträglichkeit, auch bekannt als Zöliakie, ist eine häufige Erkrankung, bei der das Immunsystem auf Gluten, ein in Weizen, Roggen und Gerste enthaltenes Protein, überreagiert. Dies kann zu Darmschäden, Verdauungsproblemen und Nährstoffmängeln führen.
Viele Menschen fragen sich: Habe ich eine Zöliakie oder eine Glutenunverträglichkeit? Wie kann ich darauf testen? Und was bedeutet ein positives Testergebnis? In diesem Ratgeber beantworten wir die wichtigsten Fragen zu Glutenunverträglichkeit und Zöliakie und zeigen Ihnen, wie Sie Ihre eigene Glutenreaktion mit einem Glutenallergietest testen können.
1. Was ist Glutenunverträglichkeit und Zöliakie?
Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der der Körper eine Entzündungsreaktion im Dünndarm entwickelt, wenn er Gluten zu sich nimmt. Dadurch werden die Darmzotten geschädigt, was zu einer schlechten Nährstoffaufnahme und verschiedenen Gesundheitszuständen führt.
Nicht jeder, der empfindlich auf Gluten reagiert, hat Zöliakie. Manche Menschen haben eine nicht-zöliakische Glutenunverträglichkeit (NCGS), bei der Gluten Symptome verursacht, ohne dass eine Autoimmunreaktion vorliegt.
2. Was ist der Unterschied zwischen Zöliakie und Glutenunverträglichkeit?
Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, d.h. der Körper greift sich selbst an, wenn er Gluten isst. Dies kann zu einer dauerhaften Schädigung des Darms führen.
Glutenunverträglichkeit (NCGS) verursacht ebenfalls Symptome wie Bauchschmerzen und Müdigkeit, aber es gibt keine Schädigung des Dünndarms und keine nachweisbare Autoimmunreaktion.
Ein Glutenallergietest kann zeigen, ob eine Zöliakie vorliegt, nicht aber eine Glutenunverträglichkeit ohne Zöliakie.
3. Was sind die Symptome der Zöliakie?
Die Symptome der Zöliakie sind von Person zu Person unterschiedlich, aber die häufigsten Symptome sind:
- Darmbeschwerden: Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Flatulenz.
- Müdigkeit: Chronische Müdigkeit aufgrund einer schlechten Nährstoffaufnahme.
- Gewichtsverlust: Ungeklärter Gewichtsverlust aufgrund einer schlechten Verdauung.
- Hautprobleme: Ekzem oder Dermatitis herpetiformis, ein juckender Ausschlag.
- Eisenmangel/Anämie: aufgrund einer verminderten Aufnahme von Eisen und Folsäure.
- Psychische Beschwerden: Depressive Gefühle, Stimmungsschwankungen und ‘Gehirnnebel’.
Die langfristige Belastung durch Gluten bei unbehandelter Zöliakie kann zu ernsten Komplikationen wie Osteoporose, Unfruchtbarkeit und neurologischen Störungen führen.
4. Wie funktioniert der Glutenallergietest?
Der Glutenallergietest weist tTG-IgA-Antikörper im Blut nach, einen wichtigen Indikator für Zöliakie. Der Test funktioniert einfach in vier Schritten:
- Probenahme – Reinigen Sie Ihren Finger mit der Alkoholgaze und stechen Sie mit der Lanzette ein.
- Testdurchführung – Geben Sie zwei Tropfen Blut in die Testkassette.
- Pufferlösung hinzufügen – Geben Sie zwei Tropfen Pufferlösung hinzu.
- Ergebnis ablesen – Die Ergebnisse sind innerhalb von 10-15 Minuten sichtbar.
Wenn der Test positiv ausfällt, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um eine offizielle Diagnose und zusätzliche Untersuchungen durchführen zu lassen.
5. Wie zuverlässig ist ein Glutenallergietest?
Der Glutenallergietest des Testers ist klinisch validiert mit einer Sensitivität von 97% und einer Spezifität von 96%. Das bedeutet, dass der Test sehr genau ist und ein hohes Maß an Zuverlässigkeit beim Nachweis von Zöliakie bietet.
Hinweis: Wenn Sie sich seit mehr als zwei Monaten glutenfrei ernähren, kann der Test ein falsch-negatives Ergebnis liefern. Ihr Körper bildet dann möglicherweise keine tTG-IgA-Antikörper mehr.
6. Kann ich einen Glutenallergietest zu Hause durchführen?
Ja, mit dem Glutenallergietest von The Tester können Sie ganz einfach zu Hause testen, ob Sie Antikörper gegen Gluten produzieren. Das erspart Ihnen den Gang zum Arzt und gibt Ihnen einen schnellen Hinweis darauf, ob weitere Tests erforderlich sind.
7. Was bedeuten die Testergebnisse?
- Positiv: Es wurden tTG-IgA-Antikörper gefunden. Dies deutet auf ein erhöhtes Risiko für Zöliakie hin. Eine ärztliche Nachkontrolle wird empfohlen.
- Negativ: Es wurden keine tTG-IgA-Antikörper gefunden. Dies macht eine Zöliakie unwahrscheinlich, schließt sie aber nicht völlig aus.
- Ungültig: Der Test wurde nicht korrekt durchgeführt. Wiederholen Sie den Test mit einem neuen Testkit.
8. Kann ich eine Zöliakie ohne Symptome haben?
Ja, manche Menschen mit Zöliakie haben keine erkennbaren Symptome. Dies wird als stille Zöliakie bezeichnet und kann dennoch Schäden am Dünndarm verursachen.
9. Was passiert, wenn ich eine unbehandelte Zöliakie habe?
Eine unbehandelte Zöliakie kann zu ernsten Gesundheitsproblemen führen, wie zum Beispiel:
- Darmkrebs und andere Autoimmunkrankheiten.
- Unfruchtbarkeit und Komplikationen während der Schwangerschaft.
- Neurologische Störungen wie Ataxie und periphere Neuropathie.
- Osteoporose aufgrund einer schlechten Aufnahme von Kalzium und Vitamin D.
10. Wie sieht eine glutenfreie Ernährung aus?
Eine glutenfreie Ernährung bedeutet, dass Sie keinen Weizen, Gerste und Roggen essen. Das bedeutet, dass Sie Produkte wie Brot, Nudeln und Kekse meiden sollten, es sei denn, sie sind speziell glutenfrei.
Es sind viele glutenfreie Alternativen erhältlich, wie z.B.:
- Glutenfreies Brot und glutenfreie Nudeln.
- Reis, Quinoa und Buchweizen als Getreideersatz.
- Gemüse, Obst, Fleisch und Milchprodukte ohne Gluten.
11. Kann Zöliakie von selbst vergehen?
Nein, Zöliakie ist eine chronische Krankheit und verschwindet nicht von selbst.
Fazit
Zöliakie und Glutenunverträglichkeit können große Auswirkungen auf Ihre Gesundheit haben. Mit einem Glutenallergietest können Sie leicht feststellen, ob Sie Antikörper gegen Gluten haben und ob weitere Untersuchungen erforderlich sind.
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