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Ein klarer Leitfaden für den Glutenunverträglichkeit Test

Ein klarer Leitfaden für den Glutenunverträglichkeit Test

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Glutenunverträglichkeit ist ein Sammelbegriff, der verschiedene Formen umfasst, z. B. Zöliakie, Weizenallergie und Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS). Um herauszufinden, ob und in welcher Form jemand betroffen ist, nutzt man einen gestuften diagnostischen Ansatz. Im Folgenden finden Sie Schritt für Schritt die gängigen Testmethoden, ihre Vor- und Nachteile sowie wichtige Hinweise für die richtige Reihenfolge.

Der Gluten-Selbsttest

Wenn Sie einen Verdacht auf Glutenunverträglichkeit oder eine Weizenallergie haben, kann ein Selbsttest auf Glutenunverträglichkeit erste wichtige Hinweise geben. Diesen können Sie sich ganz einfach nach Hause bestellen und in kürzester Zeit erste Ergebnisse erzielen. Die Durchführung ist ganz einfach und kann mit der beiliegenden Gebrauchsanweisung von jedem durchgeführt werden. Sollten Sie ein positives Ergebnis erhalten, kann eine intensivere Diagnostik-Reise starten, um den genauen Ursprung der Glutenunverträglichkeit zu finden. Dieser läuft in der Regel wie folgt ab:

1. Vorbereitung: Gluten weiterhin konsumieren

Bevor diagnostische Tests sinnvoll sind, muss sichergestellt sein, dass im Körper Gluten vorhanden ist, weil viele Tests sonst falsch-negative Ergebnisse liefern:

  • Mindestens 6 Wochen lang glutenhaltige Ernährung (z. B. 10 g Gluten pro Tag) empfohlen, bevor Tests erfolgen.
  • Wer bereits glutenfrei isst, muss oft ein Gluten-Challenge-Programm durchlaufen, damit Antikörper oder Entzündungen wieder aktiv werden.
  • Diese Phase ist unangenehm für Betroffene, dennoch essenziell für eine verlässliche Diagnose.

2. Schritt: Bluttests zur Ausschlussdiagnostik

Die erste medizinische Stufe zielt darauf ab, Zöliakie und Weizenallergie auszuschließen:

  • Zöliakie-Serologie:
    • Anti‑tTG‑IgA (Gewebetransglutaminase)
    • Anti‑EMA (Endomysium)
    • Anti‑DGP (deamidierte Gliadinpeptide) in Kombination mit Gesamt‑IgA
      Ein positives Ergebnis liefert Hinweise auf Zöliakie.
  • Gentests (HLA-DQ2 / HLA-DQ8):
    • Dienen zur Negativabschätzung: Fehlen diese Gene, spricht das gegen Zöliakie, aber sie schließen sie nicht sicher aus.
  • Weizenallergie-Test (IgE / Hautpricktest):
    • Wird eingesetzt, wenn allergische Reaktionen vermutet werden (z. B. Haut, Atemwege).

Wenn in dieser Phase ein Verdacht auf Zöliakie bestätigt wird, ist der nächste Schritt meist eine Darmbiopsie.

3. Schritt: Darmbiopsie (Endoskopie mit Gewebeprobe)

Dies ist der „Goldstandard“ zur Bestätigung der Zöliakie:

  • Der Arzt entnimmt während einer Endoskopie Gewebeproben (Duodenum, oberer Dünndarm) und untersucht sie auf:
    • Villiatrophie (Abflachung der Darmzotten)
    • Kryptenvergrößerung
    • Intraepitheliale Lymphozyten
  • Ein positives Resultat (klassischer Histologie-Befund) stützt die Diagnose Zöliakie.
  • Wichtig: Auch hier muss Gluten im Körper aktiv sein, damit die Veränderungen sichtbar sind.

4. Schritt: Ausschlussdiagnose & Eliminationsdiät

Wenn Zöliakie und Allergie ausgeschlossen sind, folgt bei Verdacht auf nicht-zöliakische Glutensensitivität (NCGS) ein Beobachtungs- und Eliminationsansatz:

  • Beginn mit einer glutenfreien Diät über mind. 4–6 Wochen. Dokumentiere Symptome systematisch (z. B. in einem Tagebuch).
  • Wieder-Einführung von Gluten (Gluten-Challenge): Beobachtung, ob Symptome zurückkehren. In Studien oft mit ca. 8 g/Tag oder moderaterem Ansatz (2 Wochen, 3 g) durchgeführt.
  • In kontrollierten Studien wird häufig ein doppelblind-placebo-protokoll angewendet, um Placeboeffekte auszuschließen
  • Typisch ist, dass eine Symptomverbesserung um 30 % oder mehr als Hinweis gewertet wird.

Wichtig: Es gibt keinen spezifischen biomarkerbasierten Test für NCGS, daher ist diese Methode eine Diagnostik per Ausschluss.

5. Entscheidung & Betreuung zusammen mit Ärzten

  • Alle Diagnoseschritte sollten idealerweise unter ärztlicher Begleitung erfolgen, insbesondere bei Glutenchallenge oder Biopsie.
  • Ein falsch initiierter glutenfreier Diätstart vor Tests kann das Ergebnis verfälschen (falsches Negativ).
  • Diagnosen sollten nach klaren Kriterien erfolgen, und Patienten mit Zöliakie benötigen lebenslange Betreuung und Ernährungsschulung.

Fazit: Bei Verdacht beginnt die Diagnostik‑Reise

Glutenunverträglichkeit zu testen ist kein schnelles Prozedere, es ist ein methodischer Prozess aus Ausschluss, Beobachtung und medizinischer Bestätigung. Ein Selbsttest im ersten Schritt kann Ihnen daher helfen, im Vorhinein festzustellen, ob es sich bei Ihren Symptomen um eine Glutenunverträglichkeit oder ein anderes Problem handelt.

Während Zöliakie durch Bluttests und Darmbiopsie belastbar nachweisbar ist, bleibt die Diagnose der nicht-zöliakischen Glutensensitivität vorwiegend klinisch und durch Eliminationsdiäten.

Gluten allergie test

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